Liebe Patienten,

sind Sie das Gelabere unserer Politiker, Virologen, Epidemiologen und der sogenannten selbsternannten Experten auch so leid wie ich?  Ich habe in meinem Leben noch nie erlebt dass ein wirklich wichtiges Problem wie die Coronainfektion mit so wenig medizinischem Sachverstand , Logik und Respekt in der Diskussion behandelt wurde.

Beispiel gefällig? Was haben alle Mediziner mal zum Thema Impfung gelernt? – Das vorhandene intakte Immunsystem soll mit einer Impfung auf den möglichen zukünftigen Feind (hier ein mutierendes Virus!) durch entsprechende Vorproduktion von Antikörpern gewappnet sein, um bei einer möglichen Infektion diese besser überstehen zu können. Heißt also dass man erst einmal ein kompetentes Immunsystem haben muss. Weiß eigentlich jeder Medizinstudent mal mindestens bis zur Biochemieprüfung im 4. Semester. Danach leider offensichtlich die Meisten nicht mehr. Kann man übrigens messen!

Wird bei uns jemand vor der Impfung routinemäßig auf ein kompetentes Immunsystem getestet? Man begnügt sich mit der Frage,  ob man gerade einen akuten Infekt hat und misst die aktuelle Körpertemperatur. Bei positiver Ausgangslage gibt es also diesen Stoß ins System ohne zu wissen, ob diese Menschen ein intaktes Immunsystem haben. Wir können also im Umkehrschluss davon ausgehen das viele Menschen geimpft wurden und auch noch werden die ein völlig desolates Immunsystem haben und somit gar nicht in der Lage sind mit einer adäquaten Immunantwort aufwarten zu können. In der ersten Prioritätengruppe die die o.g. Experten zusammengestellt haben dürften eine nicht unerhebliche Anzahl gewesen sein. Zu gut Deutsch. Wir haben unser Pulver – von dem wir ja nicht gerade viel haben – bislang größtenteils sinnlos verschossen. Sorry liebe Kita-Mitarbeiterinnen !!!

Ich könnte die Serie Pleiten, Pech und Pannen noch endlos weiter auffüllen. Das tue ich aus gegebenem Anlass nicht.

Der ist eine Fortbildung der westfälischen Gesellschaft für Zahn-, Mund und Kieferheilkunde – deren Mitglied ich bin – und an der ich am Samstag, den 27.02.2021 online teilgenommen habe.

Die 3 Themen waren:

1 . Nichts ist wie es scheint. Verschwörungstheorien im Allgemeinen und im Zusammenhang mit Corona im Besonderen.

  1. Pandemiestress und seine psychischen Folgen.
  2. Was können wir tun? Risiko und Schutzfaktoren bei Stress und Burnout.

Von 130 Teilnehmern waren zum Schluss nach 5 Stunden noch 127 online. Das ist ein Megawert und spricht für den Inhalt. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig: diese Vorträge dürften eigentlich nicht einer Handvoll interessierten Zahnärztinnen und Zahnärzten vorbehalten bleiben. Die hätten sich die eingangs erwähnten Experten und v.a. ihre Berater anhören sollen. Ich werde das Material für Sie verständlich aufarbeiten und im nächsten Praxis-Intern veröffentlichen. Versprochen.

Vorab nur so viel. Glauben Sie nicht alles was Ihnen in den Medien so vorgehalten wird. Das Internet hat eine zentrale Bedeutung für die psychische Problematik  die sich aus der Pandemie entwickelt. Mein ganz persönlicher Tipp – schalten Sie das Handy, das Tablet, den PC etc. nur ein wenn es wirklich notwendig ist. Lassen Sie Facebook und Co. am besten ganz weg. Gehen Sie mit dem Fernseher ebenso vorsichtig  um.  Der Bergdoktor ist allemal sinnvoller als Talkshows und Sondersendungen. Ganz sicher ist das leider so. Sie werden viel freie Zeit gewinnen. Nutzen Sie diese sinnvoll. Gehen sie spazieren an der frischen Luft, treiben Sie Sport. Mäßiger Ausdauersport ist am sinnvollsten. Machen Sie etwas mit der Familie – kochen zum Beispiel. Holen Sie die guten alten Gesellschaftsspiele wieder heraus und reden Sie viel miteinander. Sie werden sehen – es hilft.

Was gibt es neues in der Praxis?

Es gab bislang keine Infektion. Alle sind gesund. Ab dem 1. März begrüßen wir ein neues Mitglied  in unserem Team. Frau Dinter wird künftig dafür sorgen, dass Sie super saubere Räumlichkeiten vorfinden. Frau Gerdes hat uns nach über 20ig jähriger Betriebszugehörigkeit auf eigenen Wunsch verlassen. Vielen Dank für Ihren Einsatz in all den Jahren. Wir wünschen alles Gute für die Zukunft.

Diesmal gibt es auch ein Fachthema. Corona kann ja nicht alles außer Betrieb setzen. – Wurzelbehandlung –

Wird Karies nicht rechtzeitig bekämpft, können Bakterien bis ins Innere eines Zahns vordringen. Oft lässt sich der Zahn dann nur noch mit einer Wurzelbehandlung retten. Denn die Karies sorgt im Zahninneren für eine unumkehrbare Schädigung der Pulpa, also des Nervs sowie der Blut- und Lymphgefäße im Zahninneren. „Bemerkbar macht sich das durch akute und meist stechende Schmerzen. Beim Fortschreiten der Entzündung kann die Wange anschwellen, weil Bakterien über den Zahn hinaus bis tief in die Kieferknochen eindringen. Über den Blutkreislauf kann es so zu einer manchmal lebensbedrohlichen Entzündung im Körper kommen.

Das kann eine Wurzelbehandlung verhindern. Zunächst wird betäubt „Dann bohrt der Zahnarzt ein Loch in den Zahn und ortet die Hauptkanäle der einzelnen Wurzeln“. Dann wird mit winzigen Instrumenten ein Großteil der entzündeten Pulpa aus dem Inneren der Wurzel entfernt. Später kommt in die Wurzelkanäle eine Füllung. Möglichst zeitnah sollte der Zahn mit einer Krone oder Teilkrone versorgt werden. Dies stabilisiert und stellt auch die Ästhetik wieder her.

Der wurzelbehandelte Zahn muss regelmäßig vom Arzt kontrolliert werden. Das geschieht in größeren zeitlichen Abständen über Röntgenaufnahmen, um entzündliche Veränderungen im Knochen auszuschließen. „Grundsätzlich gibt es keine Erfolgsgarantie bei einer Wurzelbehandlung“. Eine Alternative zur Wurzelbehandlung wäre den Zahn zu ziehen. Dann wird gegebenenfalls kostspieliger Zahnersatz fällig.

Nach einer Wurzelbehandlung können im Schnitt mehr als 90 Prozent der behandelten Zähne nach zehn Jahren funktionsfähig in der Mundhöhle erhalten werden. Nicht alle Wurzelbehandlungen werden von den gesetzlichen Krankenversicherungen bezahlt. Sie zahlen in der Regel dann, wenn abzusehen ist, dass der Zahn tatsächlich erhalten werden kann.

Der Werderkommentar fällt diesmal leicht: geht doch. Nach dem blamablen 0 : 4 in Hoffenheim haben „wir“ die Frankfurter Eintracht weggeputzt. Hoffentlich geht es im Pokal so weiter.

Sie werden nicht glauben wer den Spruch dieser Ausgabe auf dem Gewissen hat.

„Es gibt immer ein Haar in der Suppe und manche schauen da mit dem Vergrößerungsglas drauf“

Christian Drosten (Virologe und Alleswisser) am 17.02.2021.

In diesem Sinne – bleiben Sie gesund

I h r  Dirk  Schlieper