Liebe Patienten,

die Osterferien haben uns schon einen Vorgeschmack auf den Frühling vermittelt. Beim Schreiben dieser Zeilen sind es draußen leider gerade einmal 10 Grad und es regnet. Gott sei Dank werden viele von Ihnenier habe ich Herrn Sarink angeraten sich auch von denHier sagen. „Den Regen können wir gebrauchen“ hört man von allen Seiten. Wenn ich mir den Wasserstand der Vechte bei meinen morgentlichen Yoggingtouren anschaue kann ich dem nur zustimmen. Ich habe das Gefühl der Pegel sinkt sogar schon wieder. Die Metrologen mutmaßen ja das es wieder so eine Dürre-Periode wie im vergangenen Sommer geben könnte. Da hatten wir aber noch Wasser gespeichert. Dieses Jahr sieht das ganz anders aus. Hoffen wir mal dass sich die Wetterpropheten irren. Dass Sie das können haben Sie ja schon oft bewiesen.

Was gibt es Neues in der Praxis?

Wir haben unsere Homepage-Fotos aktualisiert. Werfen Sie doch mal einen Blick rein. Unter www.zahnarztpraxis-schlieper.de erfahren Sie mehr über uns. Neben den Fortbildungsreferenzen steht u.a. auch das aktuelle Praxis-Intern im Netz. Wenn Ihnen der Inhalt gefallen hat würde es mich freuen. Sie können es gerne weiterempfehlen. Wir haben nichts zu verbergen.

Im Team ist alles beim „alten“ geblieben. Für das kommende Schuljahr stellen wir wieder einen Ausbildungsplatz zur Verfügung. Wenn Sie Lust haben oder eine(n) interessierte(n) Kandidaten kennen sprechen Sie uns an. Meine Frau vereinbart gerne einen Termin für eine „Schnupperwoche“.

Beim Fachthema der Woche habe ich mich mal auf dünnes Eis begeben. Das verrät schon die Überschrift

Die Wiederentdeckung der Spießigkeit oder: Was will die Generation Z eigentlich?

Work-Life-Balance, flache Hierarchien, Idealismus – die Generation Y (auch als Millennials bekannt) hat den Arbeitsmarkt ordentlich umgekrempelt. Und gerade erst haben die Unternehmen begonnen, sich mit flexiblen Arbeitszeiten, Feel-Good-Managern und Lasertag-Events auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter einzustellen, da steht schon die nächste Generation in den Startlöchern: die Generation Z. Und die stellt nicht nur gehörig auf den Kopf, was wir über die Bedürfnisse frischgebackener Arbeitnehmer zu wissen glaubten, sondern zeigt deutlicher als alle Generationen zuvor, warum  der Generationsbegriff selbst problematisch ist.

Wer gehört zur Generation Z und was will sie?

Zur Generation Z gehören die Menschen, die derzeit oder in den kommenden Jahren den Arbeitsmarkt erobern. Wobei hier „alle“ natürlich auch nicht wirklich „alle“ bedeutet. In den gängigsten Definitionen umschließt sie nur die Mitglieder der gesunden Mittelschicht und aufwärts, also all jene, die man gemeinhin als gebildet und finanziell solide bezeichnen würde. Der Nachwuchs aus sozial benachteiligten und bildungsfernen Schichten bleibt oft außen vor. Der Generation X schrieb man im Allgemeinen eine Zielstrebigkeit zu, die von materialistischen Zielen getrieben war. Über die vielbesprochene Generation Y sagte man, sie bestünde aus teamfähigen, idealistischen Digital Natives. Dagegen wirkt das, was man über die Generation Z hört, auf den ersten Blick nüchtern: Sie sei träge, ziellos und schwer zu begeistern. Vermutlich wusste die Generation Z nicht einmal, wogegen sie groß rebellieren sollte: Sie ist aufgewachsen mit Wirtschafts- und Finanzkrisen. Sie hat an sich selbst nicht mehr den Anspruch, Heldentaten zu vollbringen – sie hat ihren Anspruch an einen potenziellen Arbeitgeber schlichtweg der Wirklichkeit angepasst. Was klingt, als können sich Personalverantwortliche jetzt entspannt zurücklehnen, bedeutet genau das Gegenteil: Die jungen Arbeitnehmer scheuen sich nicht, Unternehmen und Job häufiger zu wechseln. Sie zu binden ist deutlich schwieriger als bei Angehörigen anderer Generationen.

Was ist besser als ein Zuhause und ein Abend auf der Couch?

Auch vom Statusdenken der vorangegangenen Generation distanzieren sich die Gen-Zler. Vielleicht ein kleines Auto, Urlaub auf Balkonien, ein Abend auf der Couch – was will man mehr? Kein Gehalt der Welt kann den Spaß am Beruf und nette Kollegen ersetzen. Sie Generation Z legt dabei Wert auf feste Strukturen, auf Rhythmen und Regelmäßigkeit, auf einen planbaren Alltag und Inhalte, auf die sie sich einstellen kann. Die Burnouts und Depressionen der ehrgeizigen Millennails waren ein abschreckendes Beispiel für das, was passieren kann, wenn man sich für einen Job aufopfert.

Ein Arbeitgeber, der sich umfangreich auf die jüngste Generation  Mitarbeiter vorbereiten will, sollte zur Vorsicht schon einmal die Samthandschuhe entstauben. Denn die Gen Z möchte sich am Arbeitsplatz wohlfühlen, und dazu braucht sie Lob und Feedback, aber auch klare Vorgaben. Und auch wenn ein Unternehmen sich als toller Arbeitgeber mit spannenden Projekten zeigt, kann es sein, dass ein junger Angestellter wechseln und andere Erfahrungen sammeln will. In diesem Fall kann der sympathische, nun trotzdem ehemalige Arbeitgeber aber immerhin darauf hoffen, im Netzwerk des eigentlich zufriedenen, aber nun ehemaligen Arbeitnehmers weiterempfohlen zu werden. Apropos Netzwerk: Wer als Unternehmen das Internet nicht nutzt, um sich zu präsentieren, hat kaum eine Chance, sich im Bewusstsein der Nachwuchskräfte zu verankern. Denn das haben Generation X und Y auf jeden Fall gemeinsam: Beide sind Digitale Natives.

Neue( und alte) Anreize und Motivationen.

Zudem müssen Arbeitgeber sich neue Anreize und Motivationen überlegen, um Mitarbeiter aus der Gen Z zu gewinnen: Unbefristete Arbeitsverträge, Mitarbeiterentwicklungskonzepte und Spitzengehälter allein ziehen nicht mehr. Spannende  Projekte, klar formulierte Aufgaben und Ziele, das Gefühl, ein wichtiges Rädchen im Großen und Ganzen zu sein – darauf kommt es an. Gute Führung bedeutet für die Generation Z, Verantwortung für das Team zu übernehmen. Gen-Z-Mitglieder möchten ein bedeutender Teil in einem Kollektiv sein, in dem jeder seine Aufgaben zu erfüllen hat. Klingt nach dem Prinzip der flachen Hierarchien? Tja, nicht jede Errungenschaft der Generation Y muss ad acta gelegt werden.

Eine Generation aus vielen Zs.

Wer die derzeitige Generation als Mitarbeiter zufriedenstellen möchte, der muss also Klartext reden, sich an Absprachen halten, wertschätzen und klare Strukturen bieten. Was leicht klingt, ist es nicht immer. Die „Generation Z“, das ist ein Konstrukt, in das sich bei weitem nicht jeder Sechs- bis Zwanzigjährige pressen lässt. Die Grenzen zwischen den einzelnen Generationen verlaufen fließend, und in Zukunft werden sie nur noch schwammiger. Immer mehr 50-jährige fühlen sich vom Selbstverständnis der Generation Z angesprochen, und zahlreiche Tweens zeigen Charakteristika der Babyboomer. Mitarbeiter müssen daher zwingend weiterhin individuell betrachtet werden.

Insofern wird es nicht die größte Herausforderung für Chefs, Vorgesetzte und Personaler sein, die Wünsche der Angestellten umzusetzen, sondern überhaupt zu verstehen, ihnen zuzuhören und ihre Verhaltensweise richtig zu deuten. Denn Feel-Good-Manager und Lasertag-Events können natürlich auch weiterhin für leuchtende Augen in der Belegschaft sorgen – 9-to-5-Tage aber eben auch. Auf Deutsch Arbeitszeiten zwischen 9.00 und 17.00 Uhr.

 

Ohne Werder Kommentar geht natürlich kein Praxis-Intern heraus. Am Mittwoch war ich zum DFB-Pokal-Halbfinale gegen die Bayern in Bremen. Eine fantastische Stimmung, eine tolle Choreografie der Fans, ein klasse Spiel kurzum, ein würdiger Rahmen. Einzig die DFB Offiziellen – allen voran der völlig überforderte Jungschiedsrichter und sein Video-Assistent – kamen da nicht mit. Das der DFB im Nachhinein aus „Schiedsrichter technischer Sicht“ von einer Fehlentscheidung (es gab in der 80. Spielminute einen spielentscheidenden Elfmeter für das Starensemble aus der Weißwurstmetropole) sprach und die mangelhafte Kommunikation zwischen Schiedsrichter und Video-Assistent bedauerte,  ist zwar erstaunlich und verdient Respekt. Aber fest steht das Werder aus dem Rennen ist und viel Geld verloren hat. Aber die Bayern brauchen es ja nötiger. Sie müssen 80 Millionen Euro an  Atletico Madrid für einen Innerverteidiger überweisen. Das ist übrigens Chefsache. Für Transfers unter 25 Millionen sei er nicht zuständig ließ Herr Hoeness wissen als er auf dem Transfer des Schalker Torhüters Nübel angesprochen wurde. Als ich diese Info gelesen habe fiel selbst mir nichts mehr ein. Und das kommt eher selten vor. Fragen Sie meine Frau ..!!

Zum Abschluss gibt es heute keinen Spruch, sondern eine wichtige Information zum Thema „professionelle Zahnreinigung/Prophylaxe“. Die proDente-Auswertung hat ergeben: 103 gesetzliche Krankenkassen  unterstützen die PZR.

103 von 114 gesetzliche Krankenkassen bezuschussen eine professionelle Zahnreinigung oder übernehmen die Kosten sogar komplett. Auf diese Zahlen kommt Dirk Kropp, Geschäftsführer der Initiative proDente e.V. Er hat alle Websites der Kassen auf Informationen zur PZR untersucht – das Ergebnis finden Sie  auf unserer Homepage.

Allerdings unterscheiden sich die Modelle der einzelnen Kassen deutlich, berichtet Kropp. Einige schränken die freie Wahl des Zahnarztes ein, außerdem sind die Zuschüsse teilweise recht gering und oft ist die Leistung in komplizierten  Bonusregelungen versteckt. Die Auswertung in Kürze:

  • Insgesamt 90 % der gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen eine professionelle Zahnreinigung
  • Dabei schwankt der Zuschuss zwischen 20 bis 150 Euro pro Jahr.
  • Teilweise ist die freie Zahnarztwahl beschränkt
  • Nur 11 Krankenlassen zahlen nichts

Die Listen der Krankenkassen haben wir ins Netz gestellt. Ob es noch der aktuelle Stand ist wissen wir auch nicht. Am besten einfach anrufen und fragen. (Klicken zum Download)

Kommen Sie gut durchs Frühjahr.

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Dirk Schlieper