Liebe Patienten,

als ich diese Zeilen zu Papier gebracht habe – Sie lesen richtig zu Papier und nicht digital – lag der Inzidenzwert in Deutschland bei 5 und  wir Grafschafter haben es endlich fertig gebracht auch in diesem  Bereich zu landen. Lockerungen  ist das große Thema. In London wird wieder im halbvollen Stadion vor 40.000 Zuschauern Fussball gespielt. In einem Land in dem die Deltavariante zu 90 % die Regie übernommen hat. Ja geht’s denn noch. König Fussball scheint wirklich die Welt zu regieren. Kein Politiker wagt es der allmächtigen UEFA zu widersprechen. In München haben Sie sich vorschreiben lassen in welchen Farben das Stadion angestrahlt werden darf.

Aber „wir“ sind ja schon im Wahlkampfmodus und da kommt es nicht gut an, wenn man etwas gegen die offensichtlich wichtigste Sache der Welt sagt. Von Frau Merkel hört man gar nichts mehr. Wenn ich mir ansehe was Sie für unser Bildungssystem und unser Gesundheitswesen in all den vielen Jahren getan hat oder besser nicht getan hat, wäre eine Entschuldigung das mindeste was man erwarten kann. Das schlimme an der Sache ist das unsere Bevölkerung es gar nicht in dem Ausmaße bemerkt hätte, wenn wir nicht in die Coronakrise geraten wären. Dann hätte man alles einfach so weiterlaufen lassen. Und ganz ehrlich ich bin mir nicht einmal sicher, ob eine neue Regierung nicht auch einfach versucht so weiter zu machen. Es gibt schließlich wichtigere Dinge….!!??

Aber im Gegensatz zu Corana ist es mit Frau Merkel bald vorbei. Ich habe allerdings den Eindruck das es viele Menschen gibt die das anders sehen. Dabei brauchen wir nur einen Blick über die Grenzen zu wagen. Z.B. nach Portugal da steigen die Zahlen wieder rasant an. Ich frage mich wie dumm muss man wirklich sein zu glauben das wir schon durch sind. Wir laufen im Eiltempo auf die 4te Welle zu. Da bin ich ganz sicher. Und wir tun nichts wirklich sinnvolles um das zu verhindern. Wir impfen, impfen, impfen und haben es nicht  einmal fertig bekommen an Hand einer Studie herauszubekommen wie wirksam diese Maßnahme insbesondere bei den hochbetagten sogenannten Risikopatienten waren.

Wir testen, testen, testen und sammeln keine Daten die uns weiterhelfen würden mehr über den Infektionsweg etc. zu erfahren. Wir brauchen ja nur die positiv getesteten weiter zu verfolgen. Dann könnte man sich ein Bild machen. Sind es vornehmlich berufstätige Personen? Wie sind die Arbeitsbedingungen? Wie kommen Sie an Ihren Arbeitsplatz? Und  und  und. Viele offene Fragen. Keine Antworten. Aber bei uns herrscht  ja Datenschutz. So bleibt die bittere Erkenntnis wir wissen eigentlich ziemlich wenig über das Virus. Nicht einmal wie wir uns infizieren und warum wir erkranken und manche so schwer.

Lassen Sie sich von den Märchentanten und Märchenonkels – damit sind vor allem Virologen und sog. selbsternannte Experten vom Schlage eines Herrn Lautenbach gemeint – nichts vormachen. Die vermuten auch alle nur (z.B. Aerosoltheorie). Aber das ist einfach zu wenig. So kommen wir nicht weiter. Und bei dem schier unendlichen Einfallsreichtum unserer Politikerinnen und Politiker steht die Lösung bei einem erneuten Anstieg der Zahlen schon jetzt fest. Lock down. Wetten das! Merken Sie wie mich das alles ankotzt? Deshalb jetzt zu anderen Themen.

Was gibt es neues in der Praxis. Wir haben neue Klimageräte für das Wartezimmer und für das 3te Zimmer und den Prophylaxeraum hinten angeschafft, damit es für Sie angenehmer ist Hoffentlich hilfst.

Wir haben zum ersten Mal  seit fast 1 ½ Jahren weder mal richtig zusammen  gefeiert und zwar feucht fröhlich.

Heute gibt es endlich mal wieder einen Fachbeitrag. Diesmal zum Covid 19 Risiko bei zahnärztlichen Eingriffen-

Die professionelle Zahnreinigung – nicht gefährlicher als ein Glas Wasser?

Speichel ist erwiesenermaßen ein Reservoir für SARS-CoV-2-Vieren. Die Vermutung liegt nahe, dass bei zahnärztlichen Eingriffen durch die entstehenden Aerosole eine höhere Ansteckungsgefahr herrscht. Eine US-amerikanische Forschungsgruppe hat nun eine Studie publiziert, die diese Vermutung widerlegen soll und in angelsächsischen Medien für Aufsehen sorgt. Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Universität Ohio führten die Studie an 28 Patienten durch, die sich während der Pandemie invasiven zahnärztlichen Eingriffen unterzogen haben.

Im Speichel von 19 Patienten konnte trotz fehlender klinischer Symptome SARS-CoV-2 in unterschiedlichen Konzentrationen nachgewiesen werden. Es wurden Proben von umliegenden Geräten und Oberflächen genommen sowie vom Praxispersonal. Die Forschenden kamen zu dem Ergebnis, dass kein erhöhtes Risiko bei zahnärztlichen Behandlungen besteht, da in keiner der Proben SARS-CoV-2 Viren vorhanden waren.

Zunächst wurden Speichelproben der Patienten entnommen, zudem wurde die Mundspüllösung untersucht, mit der die Probanden vor Behandlungsbeginn gespült hatten (1 Prozent Wasserstoffperoxid 30 ml für eine Minute). Eine halbe Stunde nach Abschluss der invasiven zahnärztlichen Behandlung wurden Proben von den Gesichtsvisieren der Behandelnden, dem Lätzchen der Patienten und verschiedenen Bereichen in einem Umkreis von ungefähr zwei Metern um den Behandlungsstuhl genommen.

SARS-CoV-2 war in keiner Probe nachweisbar.

Die Proben wurden mittels Genomsequenzierung ausgewertet. Es konnten hauptsächlich Mikroorganismen nachgewiesen werden, die aus der Spülflüssigkeit der zahnärztlichen Behandlungseinheit stammten, wohingegen Mikroorganismen aus menschlichen Speichel anteilmäßig bei 0,1 bis maximal 1,2 Prozent lagen 20 Prozent der Mikroben konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.

Bemerkenswert ist, dass bei nur acht der 28 Probanden in den Raumproben Speichelbakterien nachgewiesen werden konnten. Von ihnen hatten fünf vorab keine Mundspüllösung verwendet. SAS-CoV-2 war in keiner Probe vorhanden. Die Autoren sehen die Ursache dafür primär in dem 20- bis 200-fachen Verdünnungsfaktor durch die Wasserkühlung.

Die Ergebnisse sind ermutigend, obgleich es sich hier um eine vergleichsweise kleine Patientenkohorte handelt. Zudem wurden in Speichelproben einiger Patienten (von denen alle asymptomatisch waren)  teilweise nur sehr geringe Virusmengen nachgewiesen.

Weiterhin sollte berücksichtigt werden, dass in der vorliegenden Studie die zahnärztliche Behandlung unter Anwendung von Infektionspräventionsmaßnahmen erfolgte, zum Beispiel durch die Verwendung von präoperativen Mundspüllösungen und intraorale hochvolumige Absaugung. Insbesondere das Spülen und Gurgeln vor Beginn der zahnärztlichen Behandlung führt nachweislich zu einer drastischen Reduktion der Viruskonzentration.

„Eine Zahnreinigung erhöht das Risiko für eine COVID-19-Infektion genauso wenig wie das Trinken von einem Glas Wasser aus der Zahnarztpraxis“ schlussfolgert Hauptautorin Purnima Kumar, Professorin für Parodontologie an der Ohio State University.

Einen Werder Kommentar werden Sie in absehbarer Zeit nicht mehr lesen. Da muss erstmal wieder Leistung gezeigt werden.

Dafür habe ich als Spruch dieser Ausgabe einen „ganz Alten“ ausgesucht.

Das Glück im Leben hängt von den guten Gedanken ab die man hat (Mark Aurel 121-180 nach Christus)

Ich wünsche Ihnen schöne erholsame Ferien.

Bleiben Sie Gesund – I h r  Dirk  Schlieper