Liebe Patienten,

Wir haben im wahrsten Sinne des Wortes zwei heiße Monate seit der letzten Ausgabe vom Praxis Intern hinter uns. Ich kann mich nicht an so konstant hohe Temperaturen im Mai und Juni erinnern. Die Gewitter werden auch häufiger und nehmen an Intensität zu. Und es gibt immer noch sogenannte, selbsternannte Experten die behaupten das habe mit Klimawandel alles nichts zu tun.

Unsere Autobauer werden nach wie vor geschont und nicht für den Betrug in ihren Diesel-Dreckschleudern zur Verantwortung gezogen. Als ich diese Zeilen zu Papier gebracht habe, musste Herr Zetsche zum Rapport in Berlin antreten. Derselbe Zetsche der noch vor wenigen Wochen behauptet hatte Mercedes Benz sei im Dieselskandal ganz weit vorne und habe damit nichts zu tun wie die Konkurrenz aus Ingolstadt ,München oder Wolfsburg. Das Ergebnis; Daimler musste fast 800 000 Fahrzeuge zurückrufen, damit man die wie heißt es so niedlich Schummelsoftware modifizieren kann. So etwas geht nach meinem Rechtsempfinden gar nicht. Das ist Betrug am Kunden und gehört entsprechend korrigiert und bestraft. Frau Merkel spielt in diesem Spiel eine ,,nennen wir es einmal höflich‘‘ genauso unglückliche Rolle wie in der Flüchtlingspolitik, oder sollte ich besser Krise schreiben?

Ich war wirklich lange Merkel-Anhänger aber jetzt finde ich sollte sie schleunigst abtreten. Sie hat viel für unser Land getan und dafür gebührt ihr Anerkennung, Respekt und Dank. Aber wie heißt es so schön: auf dem Höhepunkt des Erfolges sollte man abtreten. Den hat sie bereits deutlich überschritten und die Schatten des Misserfolges decken sie immer weiter zu. Die innen-und außenpolitischen Aufgaben die anstehen, sind nicht ohne und von immenser Bedeutung für unser Volk und unser Land. Aussitzen geht nicht. Stichwort Italien…

Was gibt es neues in unserer Praxis?

Endlich mal wieder etwas positives. Wir haben unseren Ausbildungsplatz besetzen können. Kim Buttelmann ist bereits als Praktikantin bei uns und kann uns schon nach so kurzer Einarbeitungszeit viel helfen. Willkommen im Team Kim. Außerdem werden wir ab dem 01.Juli noch an 3 Tagen in der Woche von Frau Elfriede Joostberends unterstützt. Auch ihr Gilt ein Herzliches Willkommen im Team. Damit sind wir zur Zeit richtig gut aufgestellt. Hoffen wir dass es so bleibt. Das Patientenaufkommen ist nach wie vor hoch. Darauf sind wir nach so vielen (über 30!!!!) Jahren schon ein Wenig stolz. Vielen Dank an dieser Stelle für Ihr Vertrauen. Wir geben alles um es zu rechtfertigen.

Nun zum Fachbeitrag in dieser Ausgabe:

Diesmal etwas praktisches: Es geht um Zahnbürsten, Hand oder elektrisch (rotierend oder Schall)?

1.Handzahnbürsten: Die 6 wichtigsten Kriterien

Wie sieht die ideale Handzahnbürste aus?

– Die Handzahnbürste sollte über eine endgerundete Nylonbürste  verfügen.

– Der Bürstenkopf sollte eher größer sein, denn beim Blutungs- wie auch beim Plaque- Index schneidet die größere Bürste besser ab.

– Das Borstenfeld sollte der Topografie der Zahnoberfläche entgegenkommen: Vorbild der Zahnbürste war ursprünglich der Besen. Da unsere Zähne mit Zahnbogen, Interdentalräumen und Fissuren aber keinem ebenen Fußboden gleichen, reinigt eine Bürste mit längeren und kurzen Borsten, die lückig angeordnet sind, besser!

– Einzeln stehende Borstenbüschel verhindern einen Verkeilungseffekt des Borstenfeldes.

– Die Borstenhärte ist bedarfsorientiert. Eine harte Bürste entfernt Plaque am besten, eine weiche verursacht am wenigsten Weichgewebeverletzungen, aber die meiste Abrasion, weil sie die Zahnpasta stärker mit der Zahnoberfläche in Kontakt bringt.

– Alterspezifisch ist nur der Griff: Bei Kindern und alten Menschen sollte er etwas dicker sein.

  1. Elektrische Zahnbürste: Rotierend-oszillierend oder Schall?

Nach den neusten Erkenntnissen sind elektrische Zahnbürsten Handzahnbürsten überlegen. Aber welches Modell schneidet besser ab: die rotierend-oszillierende oder die Schallzahnbürste? Die wichtigsten Fakten:

– Sowohl rotierend-oszillierende Zahnbürsten als auch Schallzahnbürsten sind Handzahnbürsten erwiesenermaßen überlegen (Evidenzgrad 1a bzw. 1b). Sie reinigen besser als Handzahnbürsten, wobei man diesen Nachteil durch längeres Putzen ausgleichen kann. Wichtig zu wissen: Entgegen der landläufigen Meinung verursachen elektrische Zahnbürsten im Vergleich zu Handzahnbürsten nicht mehr Gingivaschäden.

– Die optimale Zahnputzzeit beträgt 5,1 Minuten, die subjektive Einschätzung liegt bei 140 Sekunden und die reale Putzdauer schwankt zwischen 60 und 80 Sekunden.

– Untrainierte Patienten, Senioren und Kinder verwenden besser eine Schallzahnbürste, weil sie weniger anwendungssensibel und effektiver ist. Rotierend-oszillierende Zahnbürsten sind dagegen eher für Profis und motivierte Patienten geeignet.

– Kinder akzeptieren die elektrische Zahnbürste zum Nachputzen genau so gut ( 2 bis 4 Jahre ) wie eine Handzahnbürste bzw. sogar stärker ( 4 bis 6 Jahre ).

– Die Schallzahnbürste reinigt deutlich besser, insbesondere hinsichtlich der Plaque-Reduktion, und bringt das Fluorid besser in die Zahnzwischenräume. Die rotierend-oszillierende Zahnbürste wirkt indes vergleichsweise weniger abrasiv.

 

Den traurigen Abschluss dieser Ausgabe bildet – sie ahnen es natürlich schon – mein Fußballkommentar. Diesmal nicht zu meinen Bremern sondern zu den Jogi-Bären. Diese haben sich nämlich gerade als ich diese Zeilen zu Papier gebracht habe mit einer blamablen Vorstellung gegen Südkorea aus dem Turnier verabschiedet. Damit wir uns nicht falsch verstehen – die Leistungen gegen Mexiko und Schweden waren abgesehen von dem Kroos – Glückstreffer in der 95.Spielminute genauso peinlich. Was mir nicht in den Kopf gehen will, ist das die Mannschaft eine tadellose Qualifikation ohne auch nur eine Niederlage gespielt hat und das die B – Mannschaft den Confederation Cup mehr oder weniger souverän gewonnen hat. Aber ab Herbst 2017 ging nichts mehr. Was ist da nur vorgefallen. Wahrscheinlich werden wir es nie wirklich erfahren. Die Jungs haben viel verspielt, nicht nur das Ansehen des deutschen Fußballs sondern auch ihren Marktwert. Jetzt wird es sicher einige Rücktritte und ich hoffe das Herr Löw auch dabei ist geben. Schauen wir mal.

Keine Sorge: Ich habe auch wieder einen tollen Spruch für Sie Parat: ,, Wenn man liebt was man tut, muss man nie wieder arbeiten‘‘ … (Verena Faden –Personalcoach)

In diesem Sinne kommen Sie gut durch den Sommer

Ihr

Dirk Schlieper