Liebe Patienten,

Sie lesen gerade die 6te und damit letzte Ausgabe von Praxis-Intern für das Jahr 2018. Beim Schreiben dieser Zeilen fliegen Gedanken wirr durch meinen Kopf. Wo ist die Zeit geblieben? Was waren die Highlights 2018? Bin ich wirklich schon wieder ein Jahr älter geworden? Kommt Ihnen das bekannt vor? Wenn nicht – seien Sie zufrieden. Gelassenheit ist nicht die schlechteste Voraussetzung um gut durchs Leben zu kommen.

Was gibt es neues in der Praxis?

Wir gehen mit der altbewährten „Mannschaft“ in die letzten zwei Monate. Größere Neuanschaffungen haben nicht stattgefunden. Aber im Kleinen und für Sie meist Verborgenen hat sich einiges getan. Unser QM System funktioniert, die Geräte sind validiert und viele kleine Hygieneartikel sind integriert oder neu hinzugekommen. Für Sie am auffälligsten dürfte oder besser sollte der Händedesinfektionsmittelspender im Eingangsbereich sein. Ist  in vielen Institutionen wo viele Menschen ein und ausgehen, z.B. in Pflegeheimen, Kantinen, Krankenhäusern, Hotels etc. schon Standard geworden. Ich dachte es sei eine gute Idee von der wir alle profitieren. Bitte nutzen Sie das Gerät. Einfach eine Hand unter das Gerät halten. Der Rest geht automatisch.

Fast hätte ich vergessen meinen Senf zum politischen Geschehen in der Welt und in unserem Lande dazuzugeben. Die beiden ehemals großen Volkspartien sind ordentlich abgewatscht worden in Bayern und in Hessen. Und das zu recht. Was da in Berlin bislang geleistet wurde spottet jeder Beschreibung. Der Wählerauftrag war ein ganz anderer. Selbstzerfleischung und Selbstdarstellung waren nicht gefragt, gegenseitige Beleidigungen und Schuldzuweisungen auch nicht. Sachthemen  wie Klimawandel, Kitaplätze, Personalnot in Schulen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen  wurden zwar gebetsmühlenartig erwähnt aber angepackt wurde nur wenig – meiner Meinung nach viel zu wenig.

Die Steuereinnahmen sprudeln, der Staat schwimmt im Geld aber bei der Bevölkerung wird weiter ungeniert abkassiert. Von Entlastung keine Spur. Der Soli-Beitrag wird dreist weiter erhoben. Nur ein kleines Beispiel wo Einsparungen möglich wären. Frau Merkel hat inzwischen doch Reaktion gezeigt. Sie will den Parteivorsitz entgegen Ihrem Credo abgeben. Der Altkanzler Schröder wird schmunzeln… Nutzen wird es ihr aber nur wenn es gelingt ihre Busenfreundin KK auf dem Posten zu installieren. Wenn es Merk oder gar Spahn werden sollten wird Sie als Kanzlerin niemals bis 2021 durchhalten. Sie tut mir jetzt schon leid. Aber Sie zerlegt sich wirklich selbst. Sie hat einen besseren Abgang verdient.

Der Störenfried aus Bayern macht erst einmal ungeniert weiter. Es würde mich nicht wundern wenn er seinen Hut auch in den Ring der Kanzlerkandidaten werfen würde. Er hat wirklich jeden Bezug zur Realität verloren. Immerhin kann er für sich verbuchen das wohl kaum ein Politiker Deutschland und dem Freistaat mehr geschadet hat als unser Horst. Bei der SPD sieht es in der Führungsetage nicht besser aus. Die Personaldecke ist noch viel dünner. Sigmar Gabriel wird sich seinen Teil denken. Ich fürchte eine einstmals große Volkspartei hat sich auf Ramschniveau herunte gewirtschaftet . Ob man aus diesem Schlammassel noch einmal heraus kommt ? Ich habe da meine Zweifel.

Profiteure aus dem Groko-Desaster sind zum einen die Grünen und das ist gut so. Sie bringen frischen Wind und gute Ideen in die verstaubte etablierte Parteienlandschaft. Wenn Sie es schaffen geschlossen aufzutreten und bei der Personalbesetzung geschickt sind – Anton kann ja im Freistaat bleiben – haben Sie gute Chancen auch im Bund eine führende Rolle zu spielen. Der andere Nutznießer ist die AFD. An deren kometenhaften  Aufstieg haben Angela, Andrea und Horst höchst erfolgreich mitgewirkt. Wenn man die Ängste der Wählerinnen und Wähler nicht ernst nimmt machen andere ein gutes Geschäft. Das mit der Angst war schon immer ein leichtes. Aber den Karren wird wohl niemand so schnell aus dem Dreck fahren können. Hoffen wir dass es nicht noch schlimmer kommt.

So ich denke es reicht Ihnen für heute.

Beim Fachthema dieser Ausgabe fasse ich mich deshalb kurz. Es geht um das leidige Thema Zucker. Mit dem bekannten TV-Arzt und Wissenschaftsjournalisten  Dr. Eckart von Hirschhausen steht ein prominentes Gesicht hinter der Initiative. Sein Statement: „ Klare gesetzliche Rahmenbedingungen zur Prävention helfen uns allen, gesünder zu bleiben. Seit Jahren wird politisch gestritten und privat zugenommen. Gesundheit ist ein Mix aus Eigenverantwortung, Aufklärung und gesellschaftlichen Regeln. Deshalb ist es höchste Zeit für eine wirksame Zuckersteuer, konsequente Werbeverbote und eine sinnliche und humorvolle Vermittlung von Gesundheitskompetenz in den Schulen. Zucker-Getränke sind keine Durstlöscher, sondern Dickmacher. Wenn nur noch halb so viel Zucker in Limonade drin ist, bleibt sie immer noch süß. Und niemand wird etwas vermissen“

Natürlich müssen Sie auch meinen Werder Kommentar ertragen. Es war einfach himmlisch: Grün-weiß vor rot-blau. Leider nur für kurze Zeit. Aber immerhin. Der Griff nach den Sternen (hier Platz 2 unter dem BVB) war einer in die bekannte Schüssel. Aber Herr Kohfeld hat zuvor vieles richtig gemacht und 17 Punkte hatten wir im letzten Jahr nach der gesamten Hinrunde nicht. Die Klatsche gegen Leverkusen bleibt hoffentlich die Ausnahme. Warten wir’s ab. So das hätten sie auch überstanden.

Natürlich gibt es auch noch einen weisen Spruch: „Wir können Dinge, die Algorithmen nicht leisten: Glauben, lieben, vergeben, verzeihen – das wird eine Maschine niemals machen können“

„Der hannoversche Theologe und Sozialwissenschaftler Gerhard Wegner zur immer weiter fortschreitenden Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft“.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit,  besinnliche Feiertage und einen guten Start für 2019. Wir sind für Sie da.

Kommen Sie gute durch die Zeit

Ihr

Dirk Schlieper